Kleine Nischen, halb abgeschirmte Bänke, Bepflanzungsinseln und Arkaden bieten Schutz ohne Isolation. Wichtig sind kurze Fluchtwege, gute Sichtachsen und soziale Kontrolle durch Präsenz, nicht Überwachung. In Barcelona bewährten sich Sitzgruppen, die Rückenstütze und seitliche Geborgenheit kombinieren, während der Blick auf den Platz offen bleibt. Menschen bleiben länger, sprechen leiser, lesen mehr. Solche Zonen geben dem Nervensystem Pausen und dem Quartier eine freundlichere Grundstimmung.
Wenn Wege für Menschen mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen intuitiv sind, profitieren alle. Taktile Leitsysteme, akustische Querungshilfen, klare Kanten, flache Rampen und gut platzierte Ruhezonen senken kognitive Hürden. In Wien verkürzten kontrastreiche Bordmarkierungen Entscheidungszeiten an Querungen deutlich. Kombinieren Sie universelles Design mit verständlichen Piktogrammen und redundanter Information. So werden komplexe Orte einfacher, gerechter und mental freundlicher – unabhängig von Alter, Erfahrung oder Tagesform.
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